Juni 2011
10. Mai 2011
5. April 2011
Österreichisches Ökologie-Institut fordert sofortige Absenkung.
Aufgrund der Unfälle im KKW Fukushima-Daiichi steigt in Österreich die Sorge vor radioaktiv belasteten Lebensmitteln aus Japan. Die EU hat reagiert: Am 26. März trat die Durchführungsverordnung 297 in Kraft, die Höchstwerte für Lebensmittel aus Japan festlegt. Die Regelung greift auf die Höchstwerte einer Euratom-Verordnung aus dem Jahr 1987 zurück und gilt vorerst für drei Monate.„Der Cäsium-Höchstwert für Gemüse lag in Österreich bis 1995 bei 111 Bq/kg. In Japan beträgt er derzeit 500, in der EU-Verordnung 1.250 Bq/kg. In drei Monaten könnte damit durch den Konsum von Milch, Gemüse und Trinkwasser eine Dosis von fast vier milliSievert erreicht werden, was den EU-Dosisgrenzwert für Strahlung aus künstlichen Quellen von 1 mSv pro Jahr deutlich übersteigt.“, so Gabriele Mraz, Strahlenschutzexpertin am Österreichischen Ökologie-Institut, „Wir fordern daher, dass sich Österreich im Sinne eines vorsorgenden Strahlenschutzes für eine Absenkung der Höchstwerte in der EU einsetzt.“
Weitere Informationen: www.ecology.at"Auch ist ganz klar zu sagen: Atomkraftwerke wurden für 30 Jahre ausgelegt, nicht 40 oder gar 60,
wie seit einiger Zeit propagiert. Nicht nur die Reaktor-Designs sindveraltet und nicht mehr modernisierbar, auch das Material ist starkbelastet und versagt bei schweren Unfällen. Daher sind diese altenAKW sofort zu schließen. Die übrigen AKW sind - sofern sieüberhaupt eine unabhängige Überprüfung erfolgreich bestehen - aufden aktuellen Stand der Sicherheit zu bringen. Es ist anzuzweifeln, obdas technisch und ökonomisch machbar ist", so Lorenz. Kosten kein Argument gegen Atomausstieg Die Atomstrombetreiber versuchen jetztauch den alten Mythos vom billigen Atomstrom neu zu beleben: "Fakt istjedoch, dass ohne massive staatliche Unterstützung kein einziges AKWgebaut würde. Über EURATOM werden vergünstigte Kredite für den Bauvergeben, der Staat übernimmt bereitwillig Haftungen fürunkalkulierbare Schäden und kommt auch noch für die hohen Kostenfür den radioaktiven Abfall auf, für den es selbst nach Jahrzehntendes Betriebs noch keine Lösung gibt", so Lorenz.Brüssel (OTS) - Mit einer Aktion am Atomium in Brüssel, dem Symbol der europäischen Atomkraftnutzung, will die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 alle EuropäerInnen und Europäer ermutigen, den umgehenden Ausstieg aus der Hochrisikotechnologie Atomkraft jetzt möglich zu machen. "Angesichts der verheerenden Atomkatastrophe in Japan kann die EU nicht mehr zum Business as usual übergehen. Jetzt muss der endgültige Ausstieg aus der Atomkraft vorbereitet werden", sagt Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. "Eine EU-Volksabstimmung zur Atomkraft soll den Weg in eine zukunftsfähige europäische Energiepolitik weisen. 25 Jahre nach Tschernobyl muss die Katastrophe in Japan der Schlusspunkt des tödlichen Irrwegs sein", so Uhrig.
Die AktivistInnen entrollen am Freitagmorgen ein 300 Quadratmeter großes Banner am Atomium. In großen Buchstaben prangt die Mahnung "SCHON WIEDER TSCHERNOBYL" von dem 102 Meter hohen Atom-Wahrzeichen. Mit der zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe geplanten Aktion wollen die UmweltschützerInnen auf das durch die Reaktorkatastrophe verursachte andauernde Leid der Menschen und vor allem der Kinder in der Ukraine, in Weißrussland und Russland aufmerksam machen "Nie wieder Tschernobyl" sollte die Botschaft zuvor heißen. "Jetzt hat uns die Realität auf schreckliche Weise eingeholt. Angesichts der zahllosen Opfer der furchtbaren Naturkatastrophe in Japan und der Folgen, die durch den Super-GAU zu befürchten sind, haben wir den Spruch auf "Schon wieder Tschernobyl" ändern müssen", erklärt Uhrig.
Zwtl: Europaweite Unterschriftenaktion gegen Atomkraft
GLOBAL 2000 fordert mit der Unterschriftenaktion auf www.atomausstieg.at:
1. Sofortige Abschaltung aller Hochrisiko-Reaktoren in Europa! 2. Stopp für Laufzeitverlängerung und Neubaupläne von AKWs!. 3. Abschaltplan für alle anderen europäischen AKWs bis 2020! 4. Stopp der Milliarden-Subventionen an die Atomindustrie! 5. Ökostrom statt Atomstrom - Nachhaltige Investitionen in erneuerbare Energien und Effizienz!
Zwtl: Auch österreichischer Umweltminister muss aufwachen!
Nikolaus Berlakovich forderte einen Stresstest für die europäischen AKWs. "Dieser Vorschlag, bedeutet aber, dass sich die nationalen Überwachungsbehörden selbst evaluieren und einen Freibrief ausstellen werden" kritisiert Uhrig "Wir fordern daher eine Beteiligung von unabhängigen ExpertInnen an den Überprüfungen und die Offenlegung der Überprüfungskriterien, um hier eine Mauschelei zu verhindern", so Reinhard Uhrig. Die Chance für einen Stopp des AKW-Baus in Mochovce greift Minister Berlakovich bisher auch nicht auf: Im Jänner hat eine breite Koalition von UmweltschützerInnen bei den Vereinten Nationen die Klage gegen die Slowakei wegen mangelnder Öffentlichkeitsbeteiligung beim AKW-Bau von Mochovce gewonnen. "Jetzt muss der Umweltminister endlich aktiv werden und ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Slowakei wegen diesem Bruch der Aarhus-Konvention einleiten sowie eine neue, korrekt durchgeführte UVP fordern", so Uhrig. Stresstests sind nur leere Worte, setzen Sie Taten, Herr Minister!"
Bilder der Aktion finden Sie ab ca. 11 Uhr unter: http://www.flickr.com/photos/global2000 Video ab ca. 11 Uhr erhältlich, Tel: 0699 14 2000 23
Dear all,
Friends of the Earth International expresses its sincere sympathy and solidarity with the people affected by the earthquake, tsunami and nuclear disasters in Japan.
To date more than 14,600 people are dead or missing and around 450,000 are being housed in temporary shelters. Many people are still waiting for help, and the nuclear crisis taking place in Fukushima is creating additional uncertainty and fear.
Friends of the Earth Japan are appealing for funds which will be passed on to Japanese organisations working on the relief effort.
You can donate to the appeal via the Friends of the Earth International website
Please give what you can.
In solidarity,
(Wien, 14. März 2011). In Japan entwickelt sich die nukleare Katastrophe immer weiter: Heute kam es zu einer weiteren Wasserstoffexplosion im dritten Reaktorblock des havarierten AKW Fukushima, wieder wurde radioaktiver Dampf in die Umgebung freigesetzt. „Das nukleareDesaster in Japan zeigt auf furchtbarste Weise, wie anfällig und unbeherrschbar die Hochrisikotechnologie Atomkraft ist. Im Gegensatz zum japanischen AKW hat das nahe an der österreichischen Grenze liegende Kraftwerk Mochovce noch nicht einmal eine Schutzhülle, ein so genanntes Containment. Minister Berlakovich muss gegen diese Gefahr an Österreichs Grenze endlich tätig werden“, fasst Dr. Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000, die Lage zusammen.
Nicht nur bei Erdbeben oder in sowjetischen Reaktoren, wie vor 25 Jahren in Tschernobyl, sondern auch im alltäglichen ‚Normalbetrieb‘ sind Atomkraftwerke tickende Zeitbomben. 2006 kam es in Schweden im AKW Forsmark wegen der Verkettung von mehreren Notsystemausfällen beinahe zur Kernschmelze, lediglich sieben Minuten vor dem endgültigen Kontrollverlust konnte die Katastrophe verhindert werden.
„Wir Umwelt-NGOs – GLOBAL 2000 zusammen mit Friends of the Earth
Europe, Greenpeace International und Slowakei und anderen – haben es geschafft, die Slowakei wegen Rechtsbrüchen beim Bau des völlig veralteten AKW Mochovce vor den Vereinten Nationen zu verklagen und auch eine Verurteilung zu erreichen“, berichtet Uhrig.
Umweltminister Berlakovich blieb selbst untätig. Lediglich einen Brief schickte er an die EU-Kommission. Ob er darauf eine Antwort erhalten habe, wusste man im Umweltministerium auf Nachfrage von GLOBAL 2000 nicht.
„Wir sind gerade dabei, die Kommission von einem Vertragsverletzungsverfahren gegen die Slowakei zu überzeugen, und die Chancen stehen gut. Unser so genannter Umweltminister macht zwar medial eine anti-atomare Miene, aber Aktivitäten gegen den Neubau von Hochrisikoreaktoren vor unserer Haustür setzt er keine“, fasst Uhrig zusammen. „Herr Minister, werden Sie endlich aktiv. Ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Slowakei ist rechtlich möglich und aufgrund der Situation geboten!“, so Uhrig.
(v.l. Rudi Anschober, Grüner Landesrat OÖ, Eva Glawischnig, Grüne Bundessprecherin, Peter Weish, Forum Wissenschaft un Umwelt, Klaus Kastenhofer, GF GLOBAL 2000, Reinhard Uhrig, Atomexperte GLOBAL2000)
Ausbreitung der Radioaktivität in Japan
Ökostromleitfaden zum Download
Berichte von FLYJINs=Menschen die aus Japan weggeflogen sind
